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Börsen Nachrichten rund um den Handel an der Börse Frankfurt mit Schwerpunkte auf Aktien, Fonds, Anlageprodukte, Hebelprodukte, Anleihen, Börsengänge, Index-Zusammensetzung und Einführung neuer Indizes, aktuelle Stimmung an der Börse und weiteren News rund um das Thema Börse.
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börse finanzen geld aktien fonds anleihen börsengänge index
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Hinzugefügt am 10.01.2010 - 08:03:00 von Admin
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8. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Sind die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten ein Indikator für die konjunkturelle Erholung in den USA? Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, sieht noch keine Trendwende. Mit einer Steigerung der Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent im Juli auf 9,7 Prozent im August bewege sich die US-Arbeitslosigkeit erst einmal weiter nach oben. Die Arbeitsplatzverluste seien zwar in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Statt erwartete 225.000 sah der August mit 216.000 weniger verlorene Jobs. „Doch die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Beschäftigen ist nahezu unverändert“, erklärt Hellmeyer. Deshalb sehe er mittelfristig eher eine Stärkung des Euro.
Auch Sintje Diek von der HSH Nordbank sieht den Euro gegenüber dem US-Dollar erstarken. „Aktuell profitiert der US-Dollar aber erst einmal von der Angst, dass das Land in eine weitere Rezession schlittert“, erklärt die Analystin. Die damit verbundene höhere Risikoaversion spiele dem US-Dollar als Risikowährung in die Hand, der deshalb aktuell Zuflüsse sieht. „Wir halten die Wahrscheinlichkeit einer erneuten US-Rezession jedoch eher für gering“, prognostiziert die Volkswirtin. „Aus unserer Sicht wird sich die Erholung in den USA fortsetzen, wenn auch langsam und in kleinen Schritten.“ Zum Jahresende 2011 sieht die HSH Nordbank den Euro bei 1,35 US-Dollar. In der Zwischenzeit werde die eine oder andere schlechte Nachricht aus der Eurozone für höhere Schwankungen bei dem Währungspaar sorgen. „Letztendlich muss die USA aber sehr viel höhere strukturelle Probleme überwinden“, erklärt Diek. „Wenn erst einmal deutlich ist, dass das so genannte Double Dip nicht kommt, werden diese Hürden stärker in den Fokus der Anleger rücken.“
Schweiz duldet starken Franken
Diek
Unterm Strich notiert der Franken heute stärker als vor vier Wochen. „Neben der Funktion als sicheren Hafen profitiert die Währung auch von einer gut laufenden Schweizer Konjunktur“, erklärt die Analystin. „Das Wachstum im zweiten Quartal ist besser ausgefallen als erwartet, auch die Zahlen fürs erste Quartal wurden nachträglich nach oben revidiert.“ Dies sei Grund genug für die Schweizer Notenbank, nicht noch einmal zu intervenieren. „Die Schweizer haben sich mit ihren jüngsten Eurokäufen erheblich die Finger verbrannt und hohe Verluste eingefahren“, berichtet Diek. Deshalb und weil sie es grundsätzlich verkraften könne, werde die Notenbank erst einmal einen starken Franken dulden. Mittelfristig sieht die HSH Nordbank den Euro gegenüber dem Franken wieder stärker.
In Europa berieten die Finanzminister der EU bei ihrem ersten Treffen nach der Sommerpause über schärfere Kontrollen der Staatsetats ihrer Mitglieder. Auch die Umsetzung härterer Strafen für Haushaltssünder war Thema. „Konkrete Ergebnisse gibt es allerdings nicht“, berichtet Sintje Diek. „Es sieht so aus, als ließe der Reformeifer der EU-Staaten schon wieder nach“, beobachtet die Analystin. „Der Höhepunkt der europäischen Schuldenkrise war Anfang Mai, und seitdem haben sich die Wogen schon wieder etwas geglättet.“ Ein System zur Vermeidung von Schuldenkrisen à la Griechenland sei nun nur noch ein mittelfristiges Ziel. So erreichte das Währungspaar mit 1,28 Schweizer Franken pro Euro heute neue Tiefsstände. Dieks Prognose für Ende 2011: 1,43.
Großbritannien mit neuen Konjunkturproblemen
Mit 0,82 bis 0,83 britische Pfund für den Euro war nicht viel Bewegung im Zusammenspiel zwischen den beiden Währungen im vergangenen Monat. Dies könne sich allerdings bald ändern. „Neue Konjunkturrisiken für den Inselstaat haben sich zuletzt heraus kristallisiert“, berichtet Sintje Diet. „Einige wichtige Indikatoren deuten auf geringeres Wachstum der Wirtschaftstätigkeit.“ Mehrere Häuserpreisindizes berichteten bereits im zweiten Monat von sinkenden Immobilienpreisen. Außerdem sei der Einkaufsmanagerindex im August mit 54,3 für das verarbeitende Gewerbe und 51,3 für die Dienstleistungen stärker eingebrochen als erwartet. „Liegt der Index oberhalb von 50, so gelten die Sektoren noch als expansiv, unter 50 bedeutet abnehmende Wirtschaftsaktivität“, erklärt die Volkswirtin. Auch die Inflationsrisiken seien gestiegen. Vieles deute auf ein Stagflationsszenario hin. Die hohen Inflationsraten seien laut britischer Notenbank zwar nur eine vorübergehende Erscheinung. „Ob dies tatsächlich so ist, wird auch von der Umsetzung der angekündigten Sparmaßnahmen abhängen“, glaubt Diek. Deshalb erwarte sie mittelfristig für Ende 2011 mit 0,80 ein schwächeres britisches Pfund.
Starker Yen schwächt japanische Wirtschaft
Sorgenfalten auf der Stirn bekomme die japanische Regierung angesichts des 15-Jahreshoch für den Yen gegenüber dem US-Dollar im vergangenen Monat. „Die starke Bewertung des Yen gefährdet die Exporte und reduziert die Wettbewerbsfähigkeit von Japan“, erklärt Diek. „Bei weiteren Aufwertungen wird Japan eventuell gegensteuern.“ Als kritische Grenze für die Bereitschaft der japanischen Notenbank einzugreifen, werde 80 Yen gesehen. „In Japan ist der politische Druck auf die Notenbank hoch“, erklärt die Volkswirtin. „Die Politik wünscht und erwartet eine expansivere Geldpolitik sowie weitere geldpolitische Maßnahmen für die Zukunft.“. Auf diese Weise würde auch dem Deflationsproblem in Japan etwas entgegengesetzt. Auf längere Sicht sieht die Analystin einen schwächeren Yen im Verhältnis zum US-Dollar.
© 8. September 2010/Iris Merker
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08.09.2010 - 15:14:00
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8. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Wie das Wetter zeigt sich auch die Börse derzeit wechselhaft. Nach den überraschend hohen Kursgewinnen in der vergangenen Woche haben zuletzt Nachrichten über die Stresstests und den zusätzlichen Kapitalbedarf der Banken dem Markt zugesetzt. Charttechniker warten immer noch auf den Ausbruch aus dem Seitwärtstrend. Am Nachmittag notiert der DAX bei 6.127 Punkten leicht im Plus.
Die Anlegerstimmung hat sich gegenüber der Vorwoche nicht wesentlich geändert, wie die aktuelle Sentimenterhebung der Börse Frankfurt bei 300 aktiven Investoren zeigt: Bei den DAX- und auch den Technologie-Werten liegt der Bull/Bear-Index immer noch klar im bullishen Bereich.
Henke: Sprung über Jahreshoch notwendig
Henke
Nach Einschätzung von Christian Henke von der WestLB ist es erneut dem steigenden 200-Tage-Durchschnitt zu verdanken, dass es nicht weiter abwärts gegangen ist. „Zwar notierte der DAX zwischen dem 24. und 31. August unterhalb der Glättungslinie, ein nachhaltiger Rutsch darunter blieb aber aus“, erläutert der Analyst. Zurzeit befinde sich der DAX in einer Seitwärtsphase. Nach oben werde das Potenzial durch eine solide Widerstandslinie bei 6.200 Punkten sowie der dritten Fächerlinie bei aktuell 6.230 Zählern begrenzt, nach unten durch eine oft getestete Unterstützung bei 5.860 Punkten.
„Bei einem Sprung über das Jahreshoch bei 6.387 Punkten vom 6. August wäre die Seitwärtsbewegung beendet“, meint Henke. In diesem Fall könne die erste der drei aufwärts gerichteten Fächerlinien bei momentan 7.050 Zählern angestrebt werden. Zuvor lägen im Wochenchart bei 6.440 und 6.630 Punkten zwei weitere Widerstände. Sein Fazit: Solange der 200-Tage-Durchschnitt steige und sich der DAX darüber aufhalte, bleibe die Hausse intakt, mit weiter steigenden Notierungen sei zu rechnen. „Kurzfristig sollte der erwähnte Sprung über das Jahreshoch abgewartet werden“, ergänzt Henke.
BNP: Rückwärtsgang bis auf 5.965 Punkte
Laut BNP Paribas ist nach 350 Aufwärtspunkten ein bullisher Pullback angelaufen. Idealziel sind für die Analysten 5.965 Zähler, als Zwischenziele nennen sie 6.085, 6.050, 6.010 und 6.000 Punkte. „Ab 5.965 steigt der DAX dann noch mal auf 6.175, gegebenenfalls sogar 6.255 Punkte“, meinen die Charttechniker. Höher gehe es aber kaum. „Bärisch wird es erst unterhalb von 5.950 Punkten. Das ist diese Woche ebenso unwahrscheinlich“, erklären die technischen Analysten.
Goldsentiment warnt vor zu großer Goldeuphorie
Bei Gold wird es nach Ansicht von Patrick Hussy, Geschäftsführer der sentix GmbH, übrigens jetzt richtig spannend. Binnen zwei Monaten habe sich der Preis des Edelmetalls erneut an die Jahreshochs heran gekämpft. „Auffällig ist, dass die Bewegung zwar geradlinig, aber impulslos verläuft“, meint Hussy. Gleichzeitig lasse sich im sentix-Datenkranz beobachten, dass Anleger trotz des erneuten Tests der Höchststände kein mittelfristiges Vertrauen in die Goldpreisentwicklung aufbauten. „Dies ist normalerweise eine zwingende Voraussetzung für ein nachhaltiges Kaufsignal“, erklärt er.
Goldinvestoren sollten deshalb nicht zu euphorisch an die Sache herangehen und parallel den Silberpreis im Auge behalten, die 19,50 US-Dollar-Marke habe hier eine ähnliche Signalwirkung. „Klar ist, dass die Mehrheit der Anleger mit einem solchen Preissignal auf dem falschen Fuß erwischt wird und der Weg bis auf die 1.350 US-Dollar-Marke frei wäre“, führt Hussy aus. Vorsichtigen Anlegern rät er daher, die Bestätigung eines Tagesschlusskurses über 1.260 US-Dollar abzuwarten und die Ausbruchsmarke im Falle einer Rückkehr des Kurses zu beachten.
Anleger weiterhin optimistisch
Die Anlegerstimmung hat sich gegenüber der Vorwoche wenig verändert, das ergibt zumindest die aktuelle Sentimenterhebung der Börse Frankfurt bei 300 aktiven Investoren. Der Bull/Bear-Index für die DAX-Werte liegt unverändert bei 58,9 Prozent. Dabei hat aber das Lager der Unentschiedenen um 6 Prozent zugelegt, jeweils 3 Prozent der befragten Anleger waren bislang bullish (jetzt 45 Prozent) oder bearish (jetzt 29 Prozent). Für die Technologiewerte ist der Bull/Bear-Index leicht von 63,6 auf 60,7 Prozent zurückgegangen, hier steigt ebenfalls der Anteil der neutral Gestimmten.
Der Index misst das Maß an Optimismus im Markt. Dafür werden die Optimisten ins Verhältnis zu den Pessimisten gesetzt und mit den neutral Gestimmten gewichtet. Werte unter 50 Punkte zeigen eine pessimistische Gesamtstimmung der Anleger. Was es bedeutet, können Sie ab 17 Uhr bei boerse-frankfurt.de/sentiment lesen.
© 8. September 2010/Anna-Maria Borse
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08.09.2010 - 14:44:00
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Fondsthemen der Woche
Fonds-Marktbericht
ETF-Marktbericht
Statistischer Rückblick
7. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Fondsanleger warten scheinbar auf deutlichere konjunkturelle Signale, vor allem aus den USA. Der Fondshandel an der Börse läuft weiterhin auf verhaltenem Niveau. Alexander Scurlock, Fondmanager des Fidelity European Growth Funds, sieht dagegen vor allem in der deutschen Wirtschaft das Zugpferd für Europa. Deshalb erhöht er den Anteil an deutschen Titeln im Fonds auf über 20 Prozent.
Kurzer Atem
Spontanes Handeln dominiert. Nachdem sich die europäischen Börsen gerade wieder etwas erholt hätten, würden die ersten Anteilseigner deutscher und europäischer Fonds schon wieder Kasse machen. „Fondsanleger warten erst einmal auf den heutigen Arbeitsmarktbericht aus den USA“, glaubt Dirk Schröder von der Baader Bank. „Charttechnisch ist derzeit die durchschnittliche 100-Tage-Linie beim S&P 500 interessant“, erklärt der Händler. „Wird sie nach oben durchbrochen, kann dies grundsätzlich die Trendwende bedeuten.“ Insgesamt würde derzeit aber mehr verkauft, so auch der cominvest Fondak (WKN 847101), der in deutsche Standardwerte investiert. Die Baader Bank berichtet außerdem von Veräußerungen beim BGF European Focus (WKN A0J2YE), der überwiegend in europäische Werte investiert. Einige Fondsliebhaber schwimmen jedoch gegen den Strom und legen sich Anteile am DWS Deutschland (WKN 849096) ins Depot.
Asiatische Gewinnmitnahmen
Schröder
Betrachte man allein die Charttechnik, zeige sich der chinesische Leitindex relativ stabil. Trotzdem trennten sich viele Anleger von ihren Asien-Fonds. „Der Hang Seng konnte innerhalb der vergangenen Woche zwar deutlich zulegen und notiert aktuell fast 1.000 Punkte besser, dennoch bleiben die Investoren weiterhin skeptisch und nehmen erst einmal die Gewinne mit“, beobachtet Schröder. Insgesamt sitze die Unsicherheit tief. „Investoren warten auf die Signale der neusten Arbeitsmarktdaten aus den USA, die heute Nachmittag veröffentlicht werden“, vermutet der Spezialist.
Veräußert wurde etwa der Templeton Asian Growth Fund (WKN 971661), der in asiatische Werte ohne Japan investiert. Anleger trennten sich auch vom rein chinesischen Fonds Allianz RCM China Fund (WKN 972883). Von einer erfreulichen Nachfrage dagegen berichtet Schröder bei Aberdeen Global - Asia Pacific Equity (WKN 972857). Der Fonds investiert primär in Aktien, die an asiatisch-pazifischen Börsen notiert werden. Gekauft wurde auch der Baring Hong Kong China Fund (WKN 933583), der in große Unternehmen mit Sitz in Hongkong und China investiert.
Rückkehr des Optimismus?
Ein Immobilienfonds berichtigt den Wert seiner überwiegend gewerblichen Anlagen um 18 Prozent nach unten und Anleger steigern ihre Nachfrage. Ivo Orlemann von ICF Kursmakler berichtet von regem Interesse an dem Fonds Morgan Stanley P2 Value (WKN A0F6G8). „Neben der aktuellen Wertberichtigung hat Morgan Stanley Neubewertungen von weiteren Immobilien bis Oktober angekündigt“, erklärt Orlemann. Trotzdem finde der Fonds aktuell reißenden Absatz und schickt den Kurs innerhalb eines Tages um knapp 15 Prozent nach oben. Morgan Stanley kündigte die Wiedereröffnung des P2 Value an. Im Zuge hoher Mittelabflüsse wurde im Oktober 2008 die Rücknahme von Anteilen ausgesetzt. Das große Interesse deute eventuell auf die Rückkehr des Optimismus im Immobilienmarkt.
Deutscher Motor brummt
Scurlock
Für Alexander Scurlock, Fondmanager des gewichtigen Fidelity European Growth Funds, unterscheide der Markt aktuell zu wenig zwischen europäischer Wirtschaft und europäischen Unternehmen. Anleger begegneten vor allem dem europäischen Aktienmarkt insgesamt immer noch sehr zurückhaltend. „Zu unrecht“, meint Scurlock, „Vor allem Deutschland befindet sich mit über zwei Prozent Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal dieses Jahres auf der Überholspur.“ Motoren dafür seien das Wachstum in den Schwellenländern, diverse staatliche Konjunkturprogramme und die gute Wettbewerbsposition des Landes. „Autos aus Deutschland stehen zum Beispiel oft ganz oben auf der Einkaufsliste der schnell wachsenden Mittelschicht in den Ländern des Emerging Markets.“ „Davon profitieren in erster Linie Fahrzeugbauer mit einem hohen Bekanntheitsgrad und überdurchschnittlichen Qualitätsstandards wie BMW oder Daimler.“ Aber auch Firmen anderer europäischer Länder würden durch enge Handelsbeziehungen mit der Bundesrepublik vom deutschen Wachstum profitieren. „Viele Firmen aus den Niederlanden und Ã-sterreich arbeiten beispielsweise sehr eng mit hiesigen Firmen zusammen, was sie für Anleger potenziell interessant macht“, glaubt Scurlock.
Ebenfalls gut für europäische Unternehmen seien große längerfristige Infrastrukturmaßnahmen in Schwellenländern. „Als Know-how- und Rohstofflieferant für chinesische Großprojekte sind Unternehmen wie MAN, Linde und BASF sehr beliebt“, erklärt der Fondsmanager.
Diese Einschätzung findet sich in der aktuellen Gewichtung des Fidelity European Growth Fund (WKN 973270) wieder. „Mit 22,1 Prozent haben deutsche Werte einen deutlich höheren Anteil am Fonds als der Vergleichsindex mit nur 11,8 Prozent“, erklärt Scurlock. Der reine Aktienfonds ohne Anlagerestriktionen investiert nach Angaben der Fondsgesellschaft hauptsächlich in Unternehmenswerte, die an europäischen Börsen notiert sind. Scurlock engagiert sich überall dort, wo er attraktive Gelegenheiten findet. Deshalb verfolge er weder eine Wachstumsstrategie noch einen wertorientierten Investmentansatz. Er wende Bewertungstechniken an, die sich auf beide Stile beziehen.
© 7. September 2010/Iris Merker
Name des Fonds
Anlageschwerpunkt
WKN
Tendenz
cominvest Fondak P
Aktienfonds Deutschland
847101
Verkäufe
BGF-EUROPEAN FOCUS F.A2DL
Aktienfonds Europa
A0J2YE
Verkäufe
DWS Deutschland
Aktienfonds Deutschland
849096
Käufe
Templeton Asian Growth Fund A (Ydis) USD
Aktienfonds Asien/ex Japan
971661
Verkäufe
Allianz RCM China Fund - A - USD
Aktienfonds Hong Kong + China
972883
Verkäufe
Aberdeen Global - Asia Pacific Equity Fund A2
Aktienfonds Asien/ex Japan
972857
Käufe
Baring Hong Kong China Fund (EUR)
Aktienfonds Hong Kong + China
933583
Käufe
Morgan Stanley P2 Value
Immobilienfonds Welt
A0BKZB
Käufe
Fidelity Funds - European Growth Fund A (EUR)
Aktienfonds Europa
973270
Käufe und Verkäufe
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07.09.2010 - 14:50:00
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Fondsthemen der Woche
Fonds-Marktbericht
ETF-Marktbericht
Statistischer Rückblick
7. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit den seit dem vergangenen Mittwoch nach oben kletternden Aktienkursen steigt auch das Interesse an Indexfonds wieder. Die Umsätze zogen zuletzt an, wie Händler einhellig berichten. Von einer „sehr guten Woche“ spricht etwa Eric Wiegand von der Deutschen Bank. „Die Volumina haben sich sehr erfreulich entwickelt“, erklärt auch Andreas Bartels von der Commerzbank: „Wir hoffen, dass die Sommerflaute überstanden ist.“ „Die Stimmung hat sich nach der Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindex und der US-Arbeitsmarktzahlen verbessert“, meint Bernardus Roelofs von Flow Traders. Einige Investoren hätten „ordentlich zugekauft“. Nach den Gewinnen der Vortage hat der DAX heute allerdings etwas nachgegeben, das deutsche Aktienbarometer steht zur Mittagszeit bei 6.114 Punkten ein dreiviertel Prozent im Minus.
Standardwerte haben die Nase vorn
Wiegand
Zumindest bei den Bluechips überwogen den meisten Händlern zufolge in den vergangenen fünf Handesltagen klar die Käufe. „Bei Euro Stoxx, MSCI USA und MSCI World gingen die Anleger long“, schildert Eric Wiegand die Lage. Laut Commerzbank gab es hinsichtlich des Volumens zwar mehr Käufe, gemessen an der Zahl der Investoren hätten aber mehr verkauft. „Tendenziell wurden US-Indexfonds abgegeben und europäische hereingenommen“, meldet Bartels und verweist auf an MSCI USA oder Dow Jones Industrial (WKN 794358, ETF010), beziehungsweise an Euro Stoxx 50 oder DAX (WKN 593395, ETF050, ETF001) gekoppelte Indexfonds.
Auch Tracker zum MSCI Japan (WKN 794361) hätten weiter auf den Einkaufslisten gestanden. Die zuletzt beliebten Short-Produkte, die auf fallende Indizes setzen, zeigten sich zwar abermals umsatzstark. Es wurde aber ge- und verkauft, wie es von Flow Traders heißt. Wie in der Vorwoche waren bei den fünf am meisten gehandelten ETFs an der Börse Frankfurt in den vergangenen fünf Handeltagen zwei Short-Produkte, konkret der db x-trackers Short DAX (WKN DBX1DS) und der db x-trackers Euro Stoxx 50 Short (WKN DBX1SS).
Handel bei Fixed Income wieder reger
Roelofs
Rentenmarktprodukte gehen wieder gut weg, das hat zumindest die Commerzbank registriert: „Es gab viele Umschichtungen. Deutsche Staatspapiere waren gesucht, Geldmarktprodukte eher nicht.“ Als Beispiele nennt Bartels ETFs auf deutsche Staatsanleihen mittlerer und längerer Laufzeit (WKN 628948, 628949, ETF521).
Die Deutsche Bank hat hingegen vor allem Interesse an Kurzläufern registriert, wie dem db x-trackers iBoxx Sovereigns Eurozone 1-3 (WKN DBX0AD). Als „eher ruhig“, beschreibt Roelofs den Handel mit Renten-ETFs, gesucht gewesen seien vor allem Unternehmensanleihen-Fonds wie der iShares Corporate Bond (WKN 251124) und der iShares Markit iBoxx Corporate Bond (WKN A0DPYY).
Dividendenfonds gefragt
Bartels
Bei den Sektoren lief das Geschäft laut Andreas Bartels „verhalten“. Es fehlen nach wie vor die klaren Trends. Allenfalls bei Telekommunikations- und Grundstoff-ETFs (WKN 628935, ETF077, 634472) hat es der Commerzbank zufolge Positionierungen gegeben, während Banken-ETFs (WKN ETF062) abermals wenig beliebt gewesen seien. Gerade heute – es tagt der Baseler Ausschusses für die Bankenaufsicht – waren Bankaktien aufgrund von Presseberichten zu härteren Eigenkapitalregeln unter Druck geraten.
Gewinnmitnahmen bei Rohstoff-ETFs
Gerne zugegriffen haben Anleger laut Deutscher Bank auch beim db x-trackers Stoxx Global Select Dividend (WKN DBX1AD), einem Dividendenfonds. Weniger Gefallen als in den Wochen zuvor finden Investoren an Rohstofffonds, das hat zumindest Flow Traders ausgemacht. „Das waren Gewinnmitnahmen“, erläutert Roelofs. Etwa sei der EasyETF von Goldman Sachs (WKN A0KEVO) tendenziell abgestoßen worden, ebenso der Lyxor Commodities CRB (WKN A0JC8F). Auch physisches Gold und Silber (WKN A0N62G, A0N62F), lange sehr begehrt, verloren laut Flow Traders in der Gunst der Anleger, es gab Zu- und Abflüsse.
© 7. September 2010/Anna-Maria Borse
Name des ETFs
Anlageschwerpunkt
WKN
Tendenz
iShares DJ EURO STOXX 50 (DE)
Aktienfonds Eurozone
593395
Käufe
ComStage ETF EURO STOXX 50
Aktienfonds Eurozone
ETF050
Käufe
ComStage ETF DAX TR
Aktienfonds Deutschland
ETF001
Käufe
UBS-ETF MSCI USA
Aktienfonds USA
794358
Käufe und Verkäufe
ComStage ETF DJ Industrial Average TR
Aktienfonds USA
ETF010
Verkäufe
UBS-ETF MSCI Japan
Aktienfonds Japan
794361
Käufe
db x-trackers ShortDAX ETF
Strategiefonds
DBX1DS
Käufe und Verkäufe
db x-trackers DJ Euro STOXX 50 Short ETF
Strategiefonds
DBX1SS
Käufe und Verkäufe
iShares eb.rexx Government Germany 2,5-5,5 (DE)
Rentenfonds
628948
Käufe
iShares eb.rexx Government Germany 5,5-10,5 (DE)
Rentenfonds
628949
Käufe
db x-trackers II iBoxx € Sovereigns Eurozone 1-3 TR Index ETF
Aktienfonds Technologie
DBX0AD
Käufe
iShares € Corporate Bond
Rentenfonds
251124
Käufe
iShares Markit iBoxx $ Corporate Bond
Rentenfonds
A0DPYY
Käufe
iShares DJ STOXX 600 Telecommunications (DE)
Aktienfonds Telekommunikation
628935
Käufe
ComStage ETF STOXX 600 Telecommunications TR
Aktienfonds Telekommunikation
ETF077
Käufe
iShares DJ STOXX 600 Basic Resources (DE)
Aktienfonds Roh- und Grundstoffe
634472
Käufe
ComStage ETF STOXX 600 Banks TR
Aktienfonds Banken
ETF062
Veräufe
db x-trackers DJ STOXX Global Select Dividend 100 ETF
Strategiefonds
DBX1DG
Käufe
EasyETF GSAL
Rohstoffonds
A0KEV0
Verkäufe
Lyxor ETF Commodities CRB
Rohstofffonds
A0JC8F
Verkäufe
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07.09.2010 - 13:47:00
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6. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Anders als befürchtet entpuppt sich der „Angstmonat“ September bislang als Glücksbringer. Pünktlich zum Monatsbeginn am vergangenen Mittwoch drehten die Aktienmärkte ins Plus, im Wochenvergleich sind satte Zuwächse von 3 Prozent zu verzeichnen. Auslöser waren positive Überraschungen beim ISM-Einkaufsmanagerindex und bei den US-Arbeitsmarktzahlen. Die ließen die Rezessionsängste zumindest ein wenig kleiner werden.
Datenarme Woche
Die meisten Marktbeobachter gehen aber nicht davon aus, dass das so weitergehen wird. Skepsis macht sich wieder breit. Die neue Handelswoche wird angesichts nur weniger US-Konjunkturdaten kaum neue Impulse bieten. In den USA ist nur die Handelsbilanz von Relevanz, aus Deutschland werden Auftragseingänge, Industrieproduktion und Exporte interessieren. Daneben richten Markteilnehmer ihre Aufmerksamkeit noch auf das Treffen der EU-Finanzminister am Montag und des Baseler Ausschusses für die Bankenaufsicht am Dienstag. Außerdem tagen die japanische und die englische Notenbank. Der DAX liegt am Montagmorgen bei 6.159, der Nikkei war mit 9.301 aus dem Handel gegangen.
Gefahrenpotenzial eingeschränkt
Köhler
Aufgrund fehlender Daten in der neuen Woche ist das Gefahrenpotenzial von fundamentaler Seite laut Michael Köhler von der LBBW begrenzt. Die deutschen Zahlen sollten ihm zufolge eine Fortsetzung des positiven Trends zeigen und eher eine Erholung untermauern. „Damit bietet sich dem DAX durchaus die Chance, sich in kleinen Schritten etwas weiter von der gerade erst zurückeroberten 6.000 Punkte-Marke abzusetzen“, meint Köhler.
Ein wirklich Abkoppeln vom internationalen Umfeld sei aber wenig wahrscheinlich: „Das Aufwärtspotenzial bleibt mithin vorerst limitiert“, heißt es. Auch das Bankhaus Metzler zeigt sich nicht gerade euphorisch: „Das Gespenst eines Aufschwungs ohne Jobs ist keineswegs verflogen“, schreiben die Analysten. Nur scheine nach der Serie von zuletzt äußerst enttäuschenden US-Konjunkturdaten zu viel Pessimismus aufgebaut worden sein.
Verharren in der Handelsspanne
Stabel
Klaus Stabel von ICF Kursmakler erwartet, dass sich der DAX bis zum Beginn der neuen Berichtssaison im Oktober innerhalb einer Handelsspanne von 5.800 bis 6.300 Punkten bewegen wird. Er verweist auf die so genannten Trading Envelopes, eine andere Darstellung der Bollinger Bänder. „Eine gute Zahl der US-Einkäufer in den USA führte dazu, dass sich die Kurse von der unteren Begrenzung lösen konnten und sich wieder auf die Mitte dieses Feldes zu bewegt haben“, erklärt er.
Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftstermine
Montag, 6. September
Die US-Börsen bleiben feiertagsbedingt (Labour Day) geschlossen. Einen umfassenden Überblick über alle Börsenfeiertage bietet der internationale Handelskalender. internationale Handelskalender.
EU-Finanzministertreffen Brüssel. Diskutiert werden unter anderem die Einführung einer Bankenabgabe und einer Transaktionssteuer.
Dienstag, 7. September
EU-Finanzministertreffen Brüssel.
Treffen des Baseler Ausschusses für die Bankenaufsicht. Themen sind unter anderem die künftigen Mindestvorgaben bei den Eigenkapitalquoten von Banken und die Verschuldungsgrenze.
6.00 Uhr Japan. Bank of Japan Zinsentscheid. Leitzinsänderungen werden nicht erwartet, laut DekaBank könnte die japanische Notenbank aber signalisieren, dass sie einen zu starken Yen als Gefahr für die wirtschaftliche Erholung ansieht.
12.00 Uhr. Deutschland: Auftragseingänge Industrie Juli.. Umfragen zufolge gehen Analysten im Durchschnitt von einem Plus von 0,6 Prozent aus nach 3,2 Prozent im Juni.
Mittwoch, 8. September
8.00 Uhr. Deutschland: Handelsbilanz Juli. Die hohen Auslandsorders könnten laut LBBW dazu führen, dass sich der positive Trend bei den Exportdaten fortsetzt. Allerdings griffen auch hier nun sukzessive Basiseffekte, die die jährlichen Veränderungsraten mittelfristig senken sollten.
12.00 Uhr. Deutschland: Industrieproduktion Juli. Die DekaBank rechnet nach dem Rückgang im Juni wieder mit einem Anstieg der deutschen Nettoproduktion um 1,2 Prozent. Die Auftragsbücher der Industrie seien weiterhin sehr gut gefüllt und müssten abgearbeitet werden. Eher belastend werde sich aber wahrscheinlich das Ergebnis im Bausektor auswirken.
20.00 Uhr. USA: Beige Book.
Donnerstag, 9. September
13.00 Uhr. Großbritannien: Sitzungsergebnis Bank of England. Die Bank of England wird nach Einschätzung des Bankhauses Metzler mit einer Änderung der Geldpolitik noch abwarten, bis sich ein klarer Trend zu einem Deflations- oder Inflationsszenario entwickelt hat.
14.30 Uhr. USA: Handelsbilanz Juli. Die zuletzt starke Importnachfrage hatte laut Helaba um Juni zu einer Ausweitung des Defizits geführt, für Juli zeichne sich hingegen ein moderater Rückgang aus.
Weitere Termine sowie die aktuellen Daten kurz nach ihrer Veröffentlichung finden Sie auf www.boerse-frankfurt.de/termine. Möchten Sie den Wochenausblick kostenlos per E-Mail erhalten, dann melden Sie sich einfach für unseren Newsletter an unter www.boerse-frankfurt.de/newsletter. .
© 6. September 2010/Anna-Maria Borse
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06.09.2010 - 09:06:00
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http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=44&NewsID=5125
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6. September. 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). In Folge der regulären Überprüfung der Auswahlindizes kommt es zu einigen Anpassungen ab 20. September: Axel Springer AG ersetzt Bauer AG in MDAX. Die Aktie der Bauer AG wird in SDAX
aufgenommen und ersetzt die Aktie der Loewe AG. Außerdem wird Ströer AG in den
SDAX aufgenommen. In TecDAX ersetzt ADVA AG Optical Networking die MediGene AG.
Diese Änderungen werden zum 20. September 2010 wirksam.
Der nächste Termin für die Überprüfung der Aktienindizes ist der 3. Dezember
2010.
© 6. September 2010/Deutsche Börse AG
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06.09.2010 - 08:53:00
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http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=44&NewsID=5124
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3. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Als eine Mischung aus Nervosität und lähmender Ruhe beschreibt Klaus Stopp von der Baader Bank die aktuelle Stimmung am Rentenmarkt: „Es ist wie in einem Hühnerstall, in dem alle ruhig schmollend auf der Stange sitzen. Sobald aber die Tür aufgeht, fängt ein wildes Gegacker an – gerade so, als ob der Fuchs zu Besuch käme.“ Noch am Dienstag war im Rahmen der allgemeinen Konjunktursorgen der Euro-Bund-Future zwischenzeitlich auf einen neuen Rekordstand von 134,77 Prozent geklettert. Am Mittwoch setzte eine scharfe Korrektur ein, ausgelöst vom überraschenden Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex in den USA und guten Zahlen aus China.
Dazu kam gestern die von EZB-Präsident Trichet auf der Pressekonferenz versprühte Konjunkturzuversicht: Die europäische Notenbank hob ihre Wachstumsprognose für den Euro-Raum für 2010 von 1 auf 1,6 Prozent an. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe liegt heute bei 2,299 Prozent. Der Bund-Future notiert zur Mittagszeit bei 132,55 Prozent.
Risikofreude steigt
Brunner
Werden die Sorgen kleiner, steigt die Risikobereitschaft: Spanische Staatsanleihen konnten in dieser Woche gegen Bundesanleihen deutlich an Boden gutmachen, wie Arthur Brunner von ICF Kursmakler erklärt. „Bei der gestrigen Auktion von fünfjährigen Staatsanleihen im Volumen von 3,31 Milliarden Euro musste Spanien mit 2,964 Prozent deutlich weniger bieten als noch vor zwei Monaten, als die Rendite 3,657 Prozent betrug“, führt er aus. Nach wie vor seien bei den Anlegern außerdem Stufenzinsanleihen und nachrangige Anleihen von Banken recht beliebt. „Das niedrige Zinsniveau derzeit lässt die Anleger wieder mehr ins Risiko gehen“, meint Brunner. Die Umsätze seien, auch wegen der Sommerferien in den südlichen Bundesländern, aber noch äußerst gering.
RCI-Neuemission überzeugt
Daniel
Gregor Daniel von der Wertpapierhandelsgesellschaft Walter Ludwig bezeichnet die EZB-Entscheidung als „nicht so spannend“. Er berichtet von umfangreichen Tauschtransaktionen von Renten in Aktien am Mittwoch. „Tendenziell überwogen bei den Eurobonds in dieser Woche klar die Verkäufe“, ergänzt Daniel.
Auf der Einkaufsliste standen ihm zufolge nur wenige Papiere, etwa eine neue Anleihe der zur Renault-Gruppe gehörenden RCI Banque (WKN A1A0PK). Die Laufzeit beträgt zwei Jahre, der Kupon 2,75 Prozent. Unterstützung durch die angekündigte Continental-Neuemission (WKN A1AOU3) habe eine bereits im Sommer aufgelegte High Yield-Anleihe des Automobilzulieferers (WKN A1AY2A) erfahren. „Das wurde aber zu Verkäufen genutzt“, meldet Daniel. Die Umsätze im Handel insgesamt beschreibt er als „unterdurchschnittlich“.
Großes Interesse an neuer Continental-Hochzinsanleihe
Die Hellwig Wertpapierhandelsbank bestätigt, dass die neue Continental-Anleihe gut ankommt. „Dabei ist die Stückelung von 50.000 nicht gerade kleinanlegerfreundlich“, kommentiert ein Händler. Die Anleihe läuft bis 2017 und hat einen Kupon von 7,5 Prozent. Daneben sei auch eine noch bis 2014 laufende Cognis-Anleihe (WKN A0BM7Q) aktuell sehr gefragt: „Gerade die Privatkundschaft interessiert sich dafür.“ Der Kurs bewege sich derzeit zwischen 104,80 und 104,84 Prozent.
Das Neuemissionsgeschäft läuft der Baader Bank zufolge derzeit noch ruhig. „Das sollte sich aber in den kommenden Tagen und Wochen ändern. Aufgrund der niedrigen Zinsen und engen Handelsspannen können sich Unternehmen derzeit so günstig wie noch nie über den Kapitalmarkt refinanzieren“, erklärt Klaus Stopp.
© 3. September 2010 / Anna-Maria Borse
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03.09.2010 - 13:42:00
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http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=44&NewsID=5123
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Hüfner
3. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). So viel Unsicherheit gab es selten. Wer jetzt aus dem Urlaub kommt, findet, dass sich in seinem Portfolio vielleicht nicht allzu viel getan hat. Wenn er sich aber die gesamtwirtschaftliche Lage anschaut, stößt er auf eine Welt voller Widersprüche. Es ist schwer, sich eine Meinung über die weitere Entwicklung zu bilden. Hier ein paar Beispiele:
Die Wirtschaft in Europa boomt, die in den USA liegt darnieder. Ich kann mich nicht erinnern, dass es das in diesem Ausmaß je gegeben hat. Es widerspricht aller Erfahrung (nach der die Amerikaner bei der Bewältigung von Krisen viel pragmatischer und flexibler sind). Haben die Vereinigten Staaten ihre Kraft verloren? Funktionieren die ausgleichenden Effekte einer globalen Wirtschaft über Welthandel und internationalen Kapitalverkehr nicht mehr?
Der US-Dollar hat sich seit Jahresbeginn von 1,46 US-Dollar auf zeitweise 1,19 US-Dollar je Euro aufgewertet. Das sind fast 20 Prozent. Haben die Devisenmärkte nicht gemerkt, wie es um die USA steht? Eine Zeit lang konnte man die Entwicklung mit den hohen Staatsschulden in Südeuropa erklären. Inzwischen hat sich die Lage aber zumindest in einigen Ländern (vor allem Spanien) gebessert.
Griechenland hat in den letzten sechs Monaten einen hervorragenden Job gemacht, sein Staatsdefizit zu reduzieren und die Vorgaben einzuhalten, die der IWF, die EU und die EZB gemacht hatten. Die Risikoaufschläge auf die Zinsen, die Athen an den Kapitalmärkten zu bezahlen hat, sind aber nicht gesunken, sondern im Gegenteil gestiegen. Selbst für kurze Laufzeiten wie ein Jahr. Signalisiert das, dass hier – trotz aller offiziellen Dementis – eine Umschuldung vorbereitet wird, die sogar recht schnell stattfinden könnte?
Der japanische Yen kann sich vor Stärke fast nicht mehr einkriegen. Seit Jahresbeginn wertete er sich gegenüber dem US-Dollar noch einmal von 91 japanische Yen auf zeitweise 83 japanische Yen je Dollar auf. Dabei bewegt sich die japanische Wirtschaft schon wieder nahe an der Rezession. In früheren Jahren hat die japanische Notenbank in solchen Zeiten massiv und mit schönem Erfolg an den Devisenmärkten interveniert. Jetzt zögert sie, versucht sich mit ein paar geldpolitischen Spritzen und klagt im Übrigen, dass sich die anderen Industrieländer nicht zu konzertierten Yen-Verkäufen bereitfinden (was bei den USA sicher nicht zu erwarten ist).
Auch der Schweizer Franken strotzt vor Stärke. Er notiert nur noch bei 1,28 Schweizer Franken gegen Euro. Bei 1,35 Schweizer Franken hatte die Schweizer Notenbank im ersten Halbjahr noch interveniert, um eine zu starke Aufwertung zu verhindern. Jetzt hält sie still. Was führt sie im Schilde?
Die Zinsen in den USA und in Europa sind auf ein Allzeit-Tief gefallen, obwohl Staaten, Unternehmen und Banken den Kapitalmarkt in einem kaum je gekannten Maße zur Refinanzierung in Anspruch nehmen. Wo kommen die Mittel her? Sind das alles Liquiditätsmaßnahmen der Notenbanken?
Die amerikanischen Unternehmen haben für das zweite Quartal wieder über insgesamt gute Gewinne berichtet. Das passt nicht zu den schwachen gesamtwirtschaftlichen Daten in dem Land. Irgendjemand muss weniger verdient haben. Waren das die kleineren und mittleren Unternehmen (was die schlechte Stimmung im Land erklären würde)? Werden sie auf Dauer hinnehmen, dass sie so auf der Schattenseite stehen?
China hat unter den großen Schwellenländern das höchste Wirtschaftswachstum. Dort werden wirklich Werte geschaffen. Warum ist dort aber die Aktienkursentwicklung so mager? Seit Jahresbeginn sind chinesische Aktien um 18 Prozent in den Keller gegangen. Amerikanische sind nur um 4 Prozent gefallen. Wie passt das zusammen?
Etwas ganz anderes: Jeder sagt, dass es derzeit angesichts der unterausgelasteten Kapazitäten in der Welt zunächst keine Inflation gäbe. Tatsächlich sind die Preissteigerungsraten in den Industrieländern auch sehr niedrig. In den Schwellenländern gibt es jedoch vielfach erhebliche Geldentwertung. Wir haben eine zweigeteilte Welt der Inflation (siehe Grafik).
Zweigeteilte Welt der Inflation
In den letzten 20 Jahren waren es die Schwellenländer, die mit ihren niedrigen Lohnkosten der Welt sinkende Preissteigerungen gebracht hatten. Dreht sich der Spieß jetzt um und wir bekommen in Zukunft steigende Preise aus der Dritten Welt?
Das passt alles nicht richtig zusammen. Natürlich gibt es immer Widersprüche und Ungereimtheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Vieles kann man auch erklären (der Markt findet ohnehin für alles eine Erklärung, ob richtig oder nicht). Aber eine solche Häufung von Fragen ist ungewöhnlich. Das spricht dafür, dass etwas "im Busch" ist. Die Welt ist nicht in Ordnung. Es muss sich etwas ändern. Das kann in der realen Welt passieren, an den Devisenmärkten oder an den Kapitalmärkten. Aus meiner Sicht am wahrscheinlichsten in allen drei Bereichen. Es wird etwas sein, mit dem die wenigsten rechnen. Es kann sich abrupt vollziehen oder allmählich. Wir sitzen auf einem Pulverfass.
Für den Anleger
Ich möchte jetzt nicht argumentieren, in welche Richtung sich die Widersprüche aus meiner Sicht auflösen werden. Ich möchte Sie hier vielmehr sensibilisieren, dass etwas passieren wird. Seien Sie kritisch gegenüber allen Prognosen. Zudem: Die mit dieser Situation verbundene Unsicherheit ist etwas, was die Märkte überhaupt nicht schätzen. Investoren halten sich mit Positionierungen zurück. Die Aktienkurse werden unter diesen Umständen zunächst einmal schwächer sein. Vielleicht profitieren die Rentenmärkte ein weiteres Mal.
Anmerkungen oder Anregungen? Herr Hüfner freut sich auf den Dialog mit Ihnen: redaktion@deutsche-boerse.com
© 3. September 2010 / Martin Hüfner
Dr. Martin W. Hüfner ist Chief Economist bei Assenagon Asset Management S.A. Er war viele Jahre Chefvolkswirt beziehungsweise Senior Economist bei der HypoVereinsbank und der Deutschen Bank. In Brüssel leitete er den renommierten Wirtschafts- und Währungsausschuss der Chefvolkswirte der Europäischen Bankenvereinigung. Hüfner schreibt für große internationale Zeitungen wie die Neue Züricher Zeitung oder die Schweizer Finanz und Wirtschaft sowie für große Zeitungen in Deutschland. Er ist Autor mehrerer Bücher, u. a. "Europa – Die Macht von Morgen" und "Comeback für Deutschland".
Weiterführende Links
Alle Hüfner Wochenkommentare im Überblick
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03.09.2010 - 10:51:00
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